Lerntherapie

Erfolgserlebnisse in Kleingruppen

Sonntag, Dezember 7th, 2008 | Lerntherapie, Projekte

“Wirtschaft für Schule” finanziert Lerntherapie an Schulen
Im Januar wurde der Verein offiziell gegründet, doch bereits zuvor waren die Förderer aktiv. Als Probephase finanzierten sie die Lerntherapie in der Grundschule Ahornstraße. Ein Konzept, das sich bewährte, und so wurde der Verein aus der Taufe gehoben. Mittlerweile gibt es die Lerntherapie auch am Elkenbreder Weg. Weitere Grundschulen sollten folgen, wenn sich denn noch mehr Sponsoren finden. Immer wieder werden der Vorsitzende Thorsten Wind (Geschäftsführer Bobe Spedition) und die anderen Mitglieder des Vorstandes (Brigitte Loos, Sabine Seidel, Klaus-Dieter Guss, Berit und Michael Hübner sowie Uli Kramer) bei den Vertretern der heimischen Wirtschaft vorstellig, um für ihren Verein und ihre Projekte zu werben. “Mit der Lerntherapie können wir gezielt die Kinder fördern, die im Schulalltag ansonsten vielleicht durch das Raster fallen würden”, so Sabine Seidel von der Grundschule Elkenbrede. Drei Stunden die Woche kommt Therapeutin Berit Hübner in die ersten Klassen, nimmt am Unterricht teil, bespricht mit den Lehrern ihre Beobachtungen und zieht - in Einvernehmen mit den Eltern - Kinder zur gezielten Förderung heraus. In Kleingruppen erhalten die Jungen und Mädchen dann die spezifische Förderung, die im Klassenverband so nicht möglich ist. “Nicht jedes Kind lernt über die gleichen Sinneskanäle”, erklärt Berit Hübner ihren Ansatz. Bei Schwierigkeiten in der Motorik, im Erkennen von Buchstaben und Zahlen oder in der Laut-Differenzierung versucht sie auf spielerische Art zu helfen. Kindern, die überfordert sind, Schule als frustrierend empfinden und dementsprechend aggressiv reagieren, kann sie so Erfolgserlebnisse und damit einen neuen Zugang zur Schule vermitteln. “Eine große Entlastung und Bereicherung für alle Beteiligten”, formuliert es Brigitte Loos, Rektorin an der Grundschule Ahornstraße, und meint damit Lehrer, Kinder, aber auch die Eltern. Der Verein “Wirtschaft für Schule” hofft jetzt, dass noch weitere Schulen in den Genuss der Lerntherapie kommen. Auch Projekte für Kinder mit besonderen Stärken und Präventionskurse für Lehrer und Eltern sind geplant - wenn die Finanzierung stimmt. Und dafür werden noch viele Mitglieder und Förderer gesucht.
Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2008
Dokument erstellt am 21.11.2008 um 00:04:03 Uhr
Erscheinungsdatum 21.11.2008 | Ausgabe: 20081121 | Seite: 14

LERNTHERAPIE IN SCHULE - Früh fördern statt spät sitzen bleiben

Montag, September 29th, 2008 | Lerntherapie

Die Zeit „rund um die Einschulung“, d.h. ungefähr das Jahr vor der Schule und die beiden ersten Schuljahre, bedeutet  eine ganz erhebliche Weichenstellung für ein Kind – und diese Zeit bringt auch für die ganze Familie erhebliche Veränderungen mit sich.

Die Psyche des Kindes, seine Wahrnehmungen und Bewegungen, seine sprachlichen Fähigkeiten, die sozialen Kompetenzen, sein Selbstwert … unterliegen enormen Entwicklungen und Herausforderungen.

Dieser Wandel stellt zugleich auch die Familie auf eine harte Probe.

Die meisten Lehrerinnen und Lehrer wissen nach wenigen Wochen, welche Kinder ganz ohne Probleme durch die Schule gehen und sie kennen die extremen „Sorgenkinder“ mit frühem und besonderem Förderbedarf. Für diese Kinder bietet Wirtschaft für Schule frühe Lernförderung und Lerntherapie – auch und gerade in der Schule - In dieser begleitenden Arbeit mit dem Kind und insbesondere auch mit seinen Eltern entfaltet sich eine große Wirksamkeit.

Jedes zehnte Grundschulkind bräuchte Unterstützung von Wirtschaft für Schule

Donnerstag, August 21st, 2008 | Lerntherapie

Im Schnitt können 2 bis 3 von 25 Schülern einer Grundschulklasse den Lernstoff nicht in vollem Umfang aufnehmen und verarbeiten. Jedes 10. Schulkind ist also außer Stande, dem Unterricht problemlos zu folgen und mitzumachen.

Bei mindestens 3 bis 5% wurde eine Aufmerksamkeitsstörung (ADS), teils verbunden mit Hyperaktivität (ADHS), festgestellt. Neben den Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität gibt es eine unbekannte Zahl von Kindern, die aufgrund familiärer Belastungen unter Wahrnehmungsstörungen und psychischen Blockaden leiden.

Lernstörungen müssen ernst genommen werden. Denn ohne Behandlung können sie zu emotionalen und sozialen Störungen, Aggressionen oder Depressionen führen. Selbst kriminelles Verhalten oder Drogensucht sind dann mitunter nicht mehr weit - Faktoren, die nicht nur die Schulzeit, sondern das ganze Leben erschweren.